Weil das allotropische Verhalten Titans verschiedene Änderungen in der Mikrostruktur erlaubt, eine weite Palette von Eigenschaften und Anwendungen mit einer geringen Anzahl von Titangüten erreicht werden.
Viele Titanlegierungen werden produziert nach den Spezifikationen von der American Society for Testing and Materials (ASTM), Luftfahrt Titanspezifikationen (SAE-AMS), militärischen Spezifikationen für Titanlegierungen (MIL-T), und Titanspezifikationen entwickelt von der American Society of Mechanical Engineers (ASME). Verschiede US Systeme zur Titanbezeichnung werden durch das Unified Numbering System (UNS) harmonisiert, welches Metallen und Legierungen einen Buchstabenpräfix und eine fünfstellige Nummer zuordnet. Titan und Titanlegierungen gehören zu der UNS R5 Kategorie und haben Bezeichnungen wie UNS R50400.
Wichtige internationale Titannormen schliessen auch ISO, Euronorm, die russischen GOST und die japanischen JIS Normen ein. Obwohl sich diese Titannormen überlappen, sind sie nicht austauschbar. Die Japanische Titangesellschaft hat, in ihren Bemühungen für einen globaleren Ansatz, Darstellungen für ein vereintes System der Titanspezifikationen entworfen.
Das Hauptproblem mit Titangüten ist jedoch nicht die Abwesenheit von Normen die durch Standard Development Organizations (SDOs) erstellt sind, sondern die ausführlichen, individuellen Spezifikationen der Luftfahrtgesellschaften, mit nur begrenztem Produktionsumfang. Jede Luftfahrtgesellschaft hat ihre eigenen Spezifikationen, einschliesslich der Bearbeitungsweisen. Deshalb zirkulieren viele Titanspezifikationen die nur für eine ausgewählte Gruppe von Teilnehmern sachdienlich ist (und auch nur von ihr verstanden wird). Anders gesagt, sind viele Titanspezifikationen nicht standardisiert.
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